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Zucht / Aufzucht des Hellroten Aras

ein Bericht von Frank Bauer und papageien-aue.de

Die Zucht oder die Aufzucht junger Papageien stellen sich viele sehr interessant vor. Das ist es auch zweifelsohne. Ganz so einfach, wie mancher Vogelhalter glaubt, ist es aber nicht. Auch ist es nicht jedem erlaubt, Papageienvögel und Sittiche zu züchten.

Die Zuchtgenehmigung

Wer Papageienvögel züchten möchte, benötigt eine Zuchtgenehmigung. Vorher sind jedoch einige Auflagen zu erfüllen. Zunächst muss erfolgreich eine Züchterprüfung abgelegt werden. Vom Amtstierarzt werden Wissen über Pflege, Jungenaufzucht und nicht zuletzt Hygiene und Krankheiten der Papageienvögel geprüft. Ferner wird ein Quarantäneraum benötigt. Dieser Raum sollte gut zu desinfizieren sein.

Der Fußring - eine Art Personalausweis

Alle in Deutschland gehaltenen Papageien und Sittiche müssen einen Fußring tragen, bzw. mit einem Transponder gekennzeichnet sein. Die Zahlen- und Buchstabenkombination auf diesen Ringen gibt Auskunft über die Herkunft jedes einzelnen Vogels. Fußringe bekommt man nur, wenn man eine Zuchtgenehmigung besitzt. Diese können bei der AZ  (www.azvogelzucht.de/) oder dem BNA (www.bna-ev.de/) bestellt werden. Für einen Hellroten Ara werden z.B. Edelstahlringe mit einem Innendurchmesser von 14 mm benötigt.

Diese Skizze zeigt, wie man einen Jungvogel richtig beringt. Vielen Dank an Otto Lutz (www.o-lutz.de) für diese detaillierte Darstellung.

Beringung

                                            ©Skizze by Otto Lutz

Natürlicher Ablauf des Brutpflegeverhaltens

Wenn ein gut harmonierendes Zuchtpaar Hellrote Aras in Brutstimmung kommt, dann verändert sich deren Verhalten gegenüber dem Pfleger grundlegend. Selbst vorher zahme Vögel werden aggressiv und betrachten jeden Besucher der Voliere als Eindringling. Dieses Verhalten trifft auf nahezu alle großen Araarten zu. Es ist verstärkt zu beobachten, dass das Paar immer häufiger den Nistkasten aufsucht und sich gegenseitig füttert. Deswegen ist es auch wichtig, die Brutstimmung durch gewisse Futtergaben (Keimfutter, Eifutter, Nüsse, Obst und Grünfutter) zu unterstützen. In seltenen Fällen können auch Kopulationen beobachtet werden.

Aras sind Höhlenbrüter. Häufig legen sie ihre Eier im Abstand von 2 bis 5 Tagen. Große Aras haben pro Gelege ein bis drei Eier, Graupapageien und Amazonen zwei bis fünf Eier.

Die Jungtiere werden schon in den ersten Stunden nach dem Schlupf von den Elternvögeln gefüttert. Ein Elternvogel befindet sich in den ersten Tagen fast immer bei den Küken. Neben dem anverdauten Futter werden auch Enzyme weitergegeben. Die Elternvögel füttern in den Schnabel der Küken, die aktiv den Futterbrei abschlucken (Rüttelbewegung). Wenn der Kropf des Kükens wieder leer ist, erfolgt eine erneute Fütterung.

Futterzusammensetzung während der Aufzuchtphase (von Frank Bauer)

Um die Jungvögel vom ersten Tag an hochwertig und gesund zu ernähren, benötigen die Altvögel ein spezielles Aufzuchtfutter, welches jeden Morgen frisch zubereitet werden muss. Für meine Papageien verwende ich Keimfutter, welches ich mit Eifutter von Quiko und geschredderten Mohrrüben vermische. Dazu kommt noch etwas Handaufzuchtfutter (z.B. Versele NutriBird A19), welches vorher mit warmen Wasser zu einem Brei angerührt wird. Die Futterreste werden abends aus der Voliere entfernt, damit die Altvögel kein vergorenes Futter an die Jungen verfüttern. Frisches Obst und anderes Gemüse ist immer zu reichen.

Die Elterntiere helfen den Jungvögeln mit zunehmender Entwicklung des Gefieders, die Federscheiden zu öffnen. Nachdem die Augen geöffnet sind, werden die Küken auf die Elternvögel geprägt. Von den Altvögeln erlernen die Jungvögel, wie sie Nahrung suchen müssen, sowie das Sozial- und Fortpflanzungsverhalten.

Die Kleinen werden flügge

Bei den meisten Arten beträgt die Zeitspanne vom Schlupf bis zum Flüggewerden und zum Beginn der selbstständigen Futteraufnahme 12 bis 14 Wochen, bei großen Aras 17 bis 20 Wochen. Bis die Jungvögel vollkommen selbstständig sind, vergehen weitere 3 (Graupapagei) bis 15 Monate (Große Araarten).

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