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Haltung und Unterbringung des Hellroten Aras

ein Bericht von Frank Bauer und Papageien-Aue.de

Der Hellrote Ara befindet sich seit 1986 auf dem Anhang 1 des Washingtoner Artenschutzabkommens und ist streng geschützt. Seit dieser Zeit ist der Handel mit aus der Natur entnommenen Tieren streng verboten.

Aktuell befinden sich in Menschenhand mehr Vögel als in freier Wildbahn. Ein Grund dafür ist, dass es in den letzten Jahren eine gute Nachzuchtrate bei diesen wunderschönen Vögeln gibt; des weiteren ist die Zerstörung des Habitats des Hellroten Aras immer weiter vorangeschritten.

Wenn man sich die Lebensweise von Papageien in freier Natur vor Augen führt, so kann man daran gut erkennen, welche Voraussetzungen bestehen müssen, um die Tiere einigermaßen artgerecht in menschlicher Obhut zu halten. Natürlich bedeutet das nicht, dass Sie sich jetzt einen kleinen Schwarm Papageien kaufen und diesen danach umgehend in die "freie Wildbahn" entlassen sollten. Dem Grundbedürfnis der Vögel nach einem Zusammenleben mit Artgenossen, nach genügend Freiflugraum, nach Licht und frischer Luft sowie entsprechender Luftfeuchtigkeit und nach abwechslungsreicher Ernährung muss jedoch Rechnung getragen werden, damit sie sich wohlfühlen können.

Grundsätzliches vorweg

Wer sich einen Hellroten Ara kauft, der sollte dies auf Grund seiner Seltenheit ausschließlich vor dem Hintergrund der Zucht tun. Deshalb sollten bereits Nachzuchten sehr früh mit einem blutsfremden Partner verpaart werden, um sie als neues Zuchtpaar heranwachsen zu lassen. Aus meiner Sicht ist die Haltung eines Einzelvogels strikt abzulehnen. Es ist wichtig, dass junge Aras erst nach 6 bis 8 Monaten in ein neues Heim kommen, damit sie eine vollständige Sozialisierung mit gleichaltrigen Nachzuchten sowie eine vollständig ausgebildete Flugmuskulatur erhalten.

Unterbringung

Kein Wohnzimmer und kein Papageienkäfig kann groß genug sein, um diese majestätischen  Vögel dauerhaft unterzubringen. Deshalb ist die Volierenhaltung mit einem Freiflug von mindestens 9m x 2m x 2,50m pro Arapaar als einzig vertretbare Haltungsform anzusehen. Je größer desto besser, wobei es hierbei auf die Gesamtlänge der Voliere ankommt. Ein beheiztes Schutzhaus mit den inneren Volierenmaßen von mindestens 2m x 3m pro Arapaar sehe ich als Minimum an, obwohl die gesetzlichen Richtlinien anders aussehen.

Aras sitzen gern sehr hoch. Um sich in der Voliere wohl und beschützt zu fühlen, ist eine Freiflughöhe von 2,50 Metern als Minimalmaß anzusehen.  Besser geeignet sind Freivolieren mit Gesamthöhen von 3 - 4 Metern.

Paarhaltung

Wenn über die Haltung von Aras gesprochen wird, dann kann nur über eine Volierenhaltung ernsthaft diskutiert werden. Auch ist eine Einzelhaltung strikt abzulehnen, da besonders Aras sehr sensible Geschöpfe sind, die für eine Einzelhaltung gänzlich ungeeignet sind.

Alle Papageien leben in ihren ursprünglichen Lebensräumen außerhalb der Brutzeit in kleineren Familienverbänden bis hin zu sehr großen Schwärmen zusammen. Dieser Schwarm hat zum einen eine soziale Funktion, zum anderen verschafft er dem einzelnen Tier Sicherheit, weshalb es sich - zumal bei fehlendem Sichtkontakt - durch laute Rufe der Anwesenheit der anderen Tiere versichert. Hinzu kommt die sehr enge Bindung an den einmal erwählten Partner, die meist lebenslang eingegangen wird.

Dies sollte sich jeder vor Augen halten, wenn er die Überlegung anstellt, sich einen Papagei anzuschaffen. Wenn der Mensch zum Schwarm- bzw. Partnerersatz wird, kann das Bedürfnis des Vogels nach ständigem Sozialkontakt (jahrzehntelang und 24 Stunden am Tag) unmöglich befriedigt werden, weshalb sich die arteigenen Kontaktrufe bei Abwesenheit des Menschen mit Einsetzen der Geschlechtsreife der Vögel nicht selten zum Dauerschreien steigern. Dauerschreier sind somit nicht Tiere mit einem "Charakterfehler", sondern werden vom Menschen durch nicht artgerechte Haltung erst erzeugt. Dass eine Einzelhaltung eine schlechte Haltung ist, kann man auch an den vielen verhaltensgestörten Papageien sehen, die sich selbst rupfen - und zum überwiegenden Teil lebenslang nicht mehr davon ablassen, auch wenn sie nachträglich noch Artgenossen zugeführt bekommen.

Da in den meisten Fällen zur Gruppenhaltung nicht genügend Platz zur Verfügung steht, ist es empfehlenswert, zwei Vögel anzuschaffen, die sich bereits beim Züchter (oder auch beim Händler) als Paar zusammengefunden haben. Es ist nämlich nicht ganz einfach, Papageien zu verpaaren, da sie in ihrer Partnerwahl durchaus sehr wählerisch sind und - nicht anders als beim Menschen - recht große individuelle Zu-und Abneigungen bestehen.

Beim “Babywunsch” ist eine Zuchtgenehmigung immer erforderlich !!

Wer in Deutschland Sittiche oder Papageien züchten möchte, der muss bei der zuständigen Naturschutzbehörde eine Zuchtgenehmigung beantragen. Der zuständige Ortsveterinär überprüft das vorhandene Fachwissen des Zuchtanwärters in Hinblick auf Ernährung, Krankheiten und Unterbringung der Vögel.

Viele Vogelarten unterliegen einer strengen Schutzmaßnahme. Für einige Papageien gibt es eine Meldepflicht. Bei welcher Behörde die Meldung zu erfolgen hat, erfragt man am besten bei der zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung, weil dies je Bundesland unterschiedlich geregelt ist. Für besonders streng geschützte Vogelarten (Anhang A der Bundesartenschutzverordnung) bedarf es einer so genannten CITES- Bescheinigung, außerdem muss von der zuständigen Behörde bei Weitergabe eine Vermarktungsgenehmigung erteilt worden sein.

Unterbringung des Papagei in einer Voliere

Zuerst einmal eine gute Nachricht vorweg: Zum 01.03.2010 wurde in Niedersachsen die Gehegegenehmigung für Volieren bis 50 m² Grundfläche  abgeschafft. Wie es in anderen deutschen Bundesländern aussieht, ist bei der zuständigen Naturschutzbehörde zu erfragen.

Trotzdem muss immer noch vor dem Bau einer Voliere ein entsprechender Bauantrag gestellt werden und die Anzahl der untergebrachten Paare bei der zuständigen Naturschutzbehörde angezeigt werden. Hierbei ist es notwendig darauf zu achten, dass ein Mindestabstand zur Grundstücksgrenze von mindestens 3 Metern nicht unterschritten wird. Ansonsten ist der Eintrag einer Baulast auf Ihrem und dem Nachbargrundstück erforderlich. Um diese Unwegsamkeit zu umgehen, ist das Einhalten der 3 Meter zur Grundstücksgrenze zu empfehlen.

Allerdings sollte die Abschaffung der Gehegegenehmigung keine Motivation zum Bau völlig beengter Volieren sein. Im Sinne einer möglichst artgerechten Haltung sollte stets die größtmögliche Flugfläche zur Verfügung gestellt werden. Unter diesem Aspekt können die alten Normwerte aus der Zeit der Gehegegenehmigung als Orientierung dienen.

Für Papageien in der Größe eines Graupapageis reicht für den Freiflug eine Grundfläche von mindestens 8 m² bei 2 m Volierenhöhe. Bei den größeren Arten wie den Aras, Großer Gelbhaubenkakadu, Molukken- und Weißhaubenkakadu ist eine Grundfläche von mindestens 18 m² bei einer Volierenhöhe von 2,50 Metern erforderlich (ideale Länge beträgt 6 Meter bei 3 Meter Breite. Je länger desto besser). Diese Angaben von mir sind für Sie als Richtwert zu sehen, je mehr Platz zum Fliegen desto besser für Ihren Papagei.

Viele Innenvolieren sind mit Leuchtstoffröhren ausgerüstet. Besonders in den dunklen Wintermonaten halten sich viele Papageien im Innenbereich auf, wo sie über einen längeren Zeitraum zu wenig natürliches Sonnenlicht erhalten. Um einem Mangel an Vitamin D3 vorzubeugen, sind die herkömmlichen Leuchtstoffröhren zum Beispiel gegen “Arcadia “Bird Lamp auszutauschen, welche für genügend UVA und UVB-Licht sorgen. Vitamin D3 dient als Katalysator zur Aufnahme von Kalzium über den Verdauungstrakt in Knochen und Gefieder, was vor allem Krankheiten wie Rachitis vorbeugt.

Ausstattung der Voliere

Aras haben einen starken Nagetrieb. Aus diesem Grund sind Volieren aus Holz völlig ungeeignet, besser sind Aluminium- oder Edelstahlkonstruktionen.

Auf eine minimale Drahtstärke von 2,05mm für Gelbbrustaras und Hellrote Aras ist zu achten. Hyazintharas und Große Soldatenaras benötigen wegen ihrer sehr kräftigen Schnäbel eine Drahtstärke von 2,45mm bis 3mm.

Die Sitzgelegenheiten sollten aus frisch gesägten Obstbaum- oder Weidenästen bestehen. Hierbei sollten neben dünnen Ästen auch armdicke Äste dabei sein, denn diese werden von den meisten Aras als Sitzgelegenheiten bevorzugt. Die dünnen Äste dienen in erster Linie der Beschäftigung und Befriedigung des Nagetriebes.

Es ist wichtig, dass die Aras in den Volieren zum Fliegen angeregt werden. Dies erreicht man, indem die Sitzäste jeweils an den gegenüberliegenden langen Volierenseiten angebracht werden. Ein langer Laufast sollte dabei sein.

Auch sollte es in der Voliere an Spielmöglichkeiten nicht mangeln. An die Decke gehängtes Holzspielzeug sowie lange Kokosseile und Seilringe dürfen nicht fehlen. Dieses sinnvolle Zubehör kann z. B. bei Ricos Futterkiste gekauft werden.

Viele Papageien baden sehr gerne. Manche lassen sich mit einer Blumenspritze abduschen, andere bevorzugen eine große Badeschale. Ein Freiflug ist beim Volierenbau stets mit einzuplanen, denn für viele Vögel gibt es nichts schöneres als ein Bad im Nieselregen.

Eine Voliere sollte möglichst abwechslungsreich eingerichtet sein. Natürlich steht Zweckmäßigkeit wie ein gefliester Boden zur besseren Reinhaltung an erster Stelle, was allerdings nicht gleichbedeutend mit Sterilität ist. Alle Papageien haben einen ausgeprägten Spieltrieb, der mit wechselnden Ästen, Kletterbäumen und Kletterseilen befriedigt werden will. Auch sollte diverses Papageienspielzeug aus entsprechenden Hölzern nicht fehlen.

Stellen Sie regelmäßig die Voliere um. Dies verschafft den Papageien Abwechselung, die von Nachzuchten gerne angenommen wird. Bei älteren Wildfängen sieht dies unter Umständen anders aus, denn bei einigen Tieren stellt schon eine geringfügige Änderung des Reviers einen ungeheueren Stressfaktor dar. Dies ist besonders bei notwendigen Veränderungen im Zuchtraum zu beachten.

Einrichtung des Futterplatzes

Aras pflegen ein völlig anderes Verhalten als Graupapageien. Sie sind als Handaufzuchten ihrem Pfleger gegenüber sehr zahm und  liebebedürftig, trotzdem verfügen sie über ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Besonders wenn sie in Brutstimmung kommen, sind sie äusserst aggressiv gegenüber jedem, der sich in oder in Reichweite der Voliere aufhält. Aus diesem Grund ist es praktisch und hilfreich, wenn die Nistkastenkontrolle und die Fütterung von ausserhalb erfolgen kann. Am Beispiel meines Papageinzimmers habe ich eine Futterschleuse eingebaut, welche mir genau dieses ermöglicht.

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Neue Futterschleuse im Papageienzimmer
Im Hintergrund sehen Sie neben dem Heizkörper den Luftwäscher, der die Federstaubpartikel aus der Luft filtert. Auf eine Beleuchtung mit Tageslichtspektrum ist auf jeden Fall zu achten.

Wichtig hierbei sind leicht zu reinigende Näpfe aus Edelstahl. Diese können auf einem Drehteller bestückt werden. Wichtig zur Reinhaltung ist hierbei auch eine Auffangschale für fallen gelassenes Futter. An dieser Stelle gebührt Herr Dennis Worth (Volierenbau Dennis Worth) mein großer Dank für dieses tolle Konzept. Weitere Bilder zum Papageienzimmer finden Sie hier.

Fotos der Napfhalter und Drehteller

Käfig- und Volierengrößen als Richtwert

Bei der Auswahl des Käfigs bzw. der Voliere muss natürlich in erster Linie die Größe der gehaltenen Papageien berücksichtigt werden. Es leuchtet sicherlich jedem ein, dass die kleinen Agaporniden in Volieren geringeren Ausmaßes gehalten werden können als z.B. Aras mit ihrer großen Flügelspannweite. Und dass Vögel fliegen müssen um gesund zu bleiben, versteht sich von selbst!

Einen Anhaltswert bietet hier das "Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Papageien" vom 10. Januar 1995. Es kann auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingesehen werden. Bezüglich Käfig-/ Volierengrößen ist dort folgendes verzeichnet:

 

Gesamtlänge der Vögel

Volierenmaße Länge/Breite/Höhe

Schutzraum-
grundfläche

Sittiche

bis 25 cm

1,0 x 0,5 x 0,5 m

0,5 m²

über 25 bis 40 cm

2,0 x 1,0 x 1,0 m

1,0 m²

über 40 cm

3,0 x 1,0 x 2,0 m

2,0 m²

Kurz-
schwänzige Papageien

bis 25 cm

1,0 x 0,5 x 0,5 m

0,5 m²

über 25 bis 40 cm

2,0 x 1,0 x 1,0 m

1,0 m²

über 40 cm

3,0 x 1,0 x 2,0 m

2,0 m²

Aras

bis 40 cm

2,0 x 1,0 x 1,5 m

1,0 m²

über 40 bis 60 cm

3,0 x 1,0 x 2,0 m

1,0 m²

über 60 cm

4,0 x 2,0 x 2,0 m

2,0 m²

Loris

bis 20 cm

1,0 x 0,5 x 0,5 m

0,5 m²

über 20 cm

2,0 x 1,0 x 1,0 m

1,0 m²

Natürlich handelt es sich hierbei um absolute Mindestgrößen, wobei die einzelnen Bundesländer diese Mindestgrößen durchaus nach oben korrigiert haben können. In Niedersachsen sind zum Beispiel bei Einzel- und Paarhaltung folgende Volierenmaße vorgeschrieben (je weiteres gehaltenes Paar sind sie um 50% zu erweitern):

 

Gesamtlänge der Vögel

Volierenmaße Länge/Breite/Höhe

Schutzraum-
grundfläche

Sittiche

bis 40 cm

3,0 x 1,5 x 2,0 m

1,0 m²

über 40 cm

4,0 x 2,0 x 2,0 m

2,0 m²

Kurz-
schwänzige Papageien

bis 25 cm

3,0 x 1,5 x 2,0 m

1,0 m²

über 25 bis 40 cm

4,0 x 2,0 x 2,0 m

1,0 m²

über 40 cm

6,0 x 3,0 x 2,5 m

2,0 m²

Aras

bis 60 cm

4,0 x 2,0 x 2,0 m

1,0 m²

über 60 cm

6,0 x 3,0 x 2,5 m

2,0 m²

Loris

alle Loris

3,0 x 1,5 x 2,0 m

1,0 m²

Auskunft über die für Ihre Papageien gültigen Volierenmindestmaße und sämtliche zu beachtende weitere Einzelheiten gibt das zuständige Landesministerium bzw. der für Ihren Wohnort zuständige Amtstierarzt.

Da von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich verfahren wird, können an dieser Stelle nicht sämtliche Einzelheiten aufgeführt werden. Es muss jedem Papageienhalter klar sein, dass die gängige Vorstellung, einen Graupapagei in einem (das Wohnzimmer zierenden) kleinen runden Käfig einzusperren, durchaus gegen geltendes Recht verstößt - von ethischen Gesichtspunkten einmal ganz abgesehen.

Nach wie vor gilt: Je größer die Volieren sind, desto wohler werden sich Ihre Tiere fühlen ! Ideal ist natürlich eine große Außenvoliere in Verbindung mit einer etwas kleineren Innenvoliere (eine gängige Ara-Außenvoliere hat z.B. die Abmessungen 7,0 x 3,50 x 2,50 m, die Innenvoliere 6,0 x 2,0 x 2,50 m). Für Graupapageien, kleine Kakadus, Mohrenkopfpapageien u.ä. können die Abmessungen entsprechend kleiner gehalten sein (also etwa 3,00 x 2,00 x 2,00 m), für Agaporniden natürlich noch kleiner.

Auch wenn Sie Ihren Tieren große Volieren zur Verfügung stellen können, sollte ab und an Freiflug möglich sein. Sollten Sie dagegen die Tiere ausschließlich in Außenvolieren halten wollen, so muss ein beheizbarer Schutzraum vorhanden sein.

Voliereneinrichtung

Natürlich müssen die Volieren auch "eingerichtet" werden, um den Papageien Möglichkeiten zum Klettern, Nagen und Spielen zu geben. Hierzu eignen sich Baumwurzeln, dicke und dünne Naturäste, dicken Taue und anderes Beschäftigungsmaterial, wie z.B. Holzspielzeug (wobei darauf geachtet werden muss, dass dieses mit Lebensmittelfarbe gefärbt wurde und keine giftigen Holzschutzmittel enthält). Dass die "Einrichtung" öfter einmal verändert und erneuert werden sollte, versteht sich von selbst.

Zur Voliereneinrichtung gehören natürlich auch eine ausreichende Anzahl an Edelstahl- oder Keramiknäpfen für Futter und Wasser sowie ein flaches Badebecken. Daneben werden sanfte Duschen mit lauwarmem Wasser aus einer Pflanzenspritze von einigen Papageien sehr genossen, andere wiederum nehmen Reißaus. Diese bevorzugen dann das Bad im Badebecken. Wie auch immer es der Vogel mag, eines von beidem sollte stets angeboten werden. All diese Behältnisse müssen täglich mindestens einmal gründlich gereinigt werden.

Licht, Luft und Feuchtigkeit

Auch wenn Papageien viel Licht benötigen, darf eine Voliere nicht so aufgestellt werden, dass die Vögel täglich stundenlang durch eine Glasscheibe hindurch (und womöglich ohne jegliche Rückzugsmöglichkeit) von der Sonne "gebraten" werden und natürlich sollte auch Zugluft vermieden werden.

Tieren, denen eine Außenvoliere zur Verfügung steht, werden in der Regel genügend (Sonnen-)Licht und frische Luft bekommen und auch die Luftfeuchtigkeit wird meist ausreichend hoch sein. Bei ausschließlich in der Wohnung gehaltenen Papageien muss jedoch darauf geachtet werden, dass ggf. eine Tageslicht-Lampe (z.B. Arcadia “Bird Lamp) zum Einsatz gebracht wird, um die Tiere mit genügend Helligkeit zu versorgen. Außerdem sollte regelmäßig gelüftet werden, wobei allerdings darauf zu achten ist, dass kein Durchzug entsteht.

Wichtig ist, dass der Halter für genügend Luftfeuchtigkeit (60 - 70%) im Raum sorgt. Trockene Luft kann zu Juckreiz führen und Vögel zum Rupfen animieren. Frische Luft und viel Licht ist ebenfalls wichtig, Zugluft ist auf jeden Fall zu vermeiden. Um für das richtige Klima im Papageienzimmer zu sorgen, empfiehlt sich der Einsatz eines Luftwäschers. Das Gerät filtert den feinen Gefiederstaub aus der Luft, und sorgt nebenbei für weniger Schmutz in den Schränken und Mobiliar. Des weiteren schont es die Luftsäcke ihres gefiederten Freundes.

Die Umgebungstemperatur im Innenraum sollte bei akklimatisierten Vögeln 15°C nicht unterschreiten. Wenn die Tiere das ganze Jahr über bei Wind und Wetter den Freiflug aufsuchen durften, dann ist auch im Winter bei Minusgraden ein kurzzeitiger Ausflug in den Freiflug möglich sein. Aber nur, wenn die Vögel sich den tiefen Temperaturen aussetzen wollen.

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